Suchvorschau

2012

Nach drei mengenmäßig sehr unterdurchschnittlichen Jahrgängen konnten wir sowohl von der Menge als auch von der Güte eine hervorragende Ernte einfahren.

Vom 20. September bis 15. November waren unsere Wengerter mit wenigen Unterbrechungen bei fast ausnahmslos traumhaftem Wetter mit der diesjährigen Weinlese beschäftigt.


Selten zuvor konnten über Wochen vom ersten bis zum letzten Lesetag so kerngesunde Trauben geerntet werden. Selten zuvor wurden wir aber auch schon während der Lese mit einem Wintereinbruch und Temperaturen bis minus 5 Grad und Schneefall bis in tiefe Lagen – so geschehen am 29. Oktober – überrascht.

Über alle Lagen und fast alle Sorten hinweg waren die Mostgewichte im Prädikatsweinbereich, und unsere Kunden dürfen sich auf einen traumhaften Jahrgang 2012 freuen.


Insgesamt war das Jahr wettermäßig sehr turbulent. Nach einem sehr milden Winter brachte uns der Februar Temperaturen bis zu minus 20 Grad, was für die Rebstöcke in Bezug auf Frostschäden bereits eine gefährliche Grenze darstellte. Es folgte ein sehr wechselhaftes aber warmes Frühlingswetter, und bedingt durch den frühen Austrieb mussten in exponierten Lagen und frühen Sorten bereits am 16. April die ersten Spätfrostschäden beklagt werden. Auch die Blüte war, beeinflusst von den verschiedensten Wetterkapriolen, verzettelt und entsprach keineswegs den Vorstellungen unserer Wengerter. Aber der Juli und August machten wettermäßig Einiges gut, und der September erfüllte unsere Erwartungen auf einen qualitativ wie quantitativ großen Jahrgang.


Die Jungweine zeigen sich in ihrem jugendlichen Stadium mit einer ausgeprägten Frucht und feinem Säurespiel. Unsere Rotweine sind kräftig, sehr ausgewogen und haben eine harmonische Balance zwischen majestätischer Fülle und eleganter Frucht. Im Besonderen die reinsortigen Rotweine erstrahlen in einer unverkennbaren Rebsortentypizität. An dem ausgezeichneten Weinjahrgang 2012 werden wir uns noch viele Jahre erfreuen dürfen.