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Josua & Kaleb

Moses 13, 1 -27
"Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will; aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann. Lauter Älteste ... Als sie nun Moses aussandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland und geht auf das Gebirge und seht euch das Land an und das Volk, das darin wohnt, ob es stark ist oder schwach, und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, und wie der Boden ist, fett oder mager, und ob Bäume da sind, oder nicht. Seid mutig und bringt mir von den Früchten des Landes. Es war aber um die Zeit der ersten Weintrauben.

Und sie gingen hinauf und erkundeten das Land. Und sie kamen bis an den Bach Eschkol (d.h. Traubenbach) und schnitten dort eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange. Dazu auch Granatäpfel und Feigen. Und nach vierzig Tagen kehrten sie um und brachten der Gemeinde der Israeliten Kunde, wie es stand und ließen sie die Früchte des Landes sehen. Und sie erzählten und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies sind seine Früchte ..."

 

Das Land um Lauffen am Neckar gilt seit jeher als fruchtbar und wird landwirtschaftlich vielseitig genutzt. Auf den nährstoffreichen Schwemmlandböden des Neckars wachsen zahlreiche Feldfrüchte, wie Kartoffeln und Getreide, aber auch Obst und Beeren. Das freundliche warme Klima ermöglichen zudem den Weinbau, der bis auf die Zeit der Römer zurückzuführen ist. Der Wein hat wie kein anderes Element die Kulturlandschaft von Lauffen am Neckar, vor allem in den terrassierten Steillagen des Neckars, geprägt.
Diese herausgehobene Bedeutung des Weines für Lauffen sollte durch ein Symbol unverkennbar festgehalten werden. Somit entstand im Jahre 1980 auf Initiative von Herrn Maile, dem heutigen Vorstandsvorsitzenden der Lauffener Weingärtner eG, der Auftrag an Herrn Professor Prudi von der Kunstakademie Stuttgart, Lauffen mit Kunst, Wein und Wissenschaft symbolisch zu vereinen.
Zwei Jahre später wurde den Lauffener Weingärtnern eine Vorlage für ein Schmiedekunstwerk überreicht, welches, in Anlehnung an die Exodus-Geschichte des jüdischen Volkes im Alten Testament, die Traubenträger Josua & Kaleb darstellt. Sie wurden im Auftrag des Herrn durch Moses zusammen mit zehn anderen Spähern in die Wüste ausgesandt, um das Land zu finden, in dem „Milch und Honig“ fließt. Als Beweis sollten die Späher Früchte mitbringen. Josua & Kaleb trugen als Zeichen der Fruchtbarkeit des gelobten Landes gemeinsam auf einem Ast eine riesige Traube, die zu groß war, um alleine getragen zu werden.
Die Wiedererkennung in diesem Symbol war eindeutig: Lauffen als fruchtbares Land und die Traubenträger Josua & Kaleb als Stellvertreter der Gemeinschaft der Lauffener Weingärtner. Kurz darauf wurde das Kunstwerk von dem Kunstschmied Allmendinger in Vaihingen/Enz geschmiedet und hat bis heute seinen Platz inmitten der Lauffener Weinberge, wo es als Wetterfahne die Richtung des Windes angibt.

 

Katzenbeißer

Warum nennt man die Einzellage Katzenbeißer?
Seit vielen Jahrhunderten ist der Lauffener Wein für seine herausragende Qualität berühmt. Der Grund dafür ist die bevorzugte Lage an der sonnendurchglühten Neckarschleife verbunden mit den warmen, hitzespeichernden Muschelkalk- und Keuperböden.

Wer sich diesen Wein in der Frühzeit leisten konnte, musste etwas tiefer in die Tasche greifen, riss oder "biss" also ein größeres Loch in die Geldkatze (Vorläufer des heute geläufigen Geldbeutels).

Immer häufiger wurde nun der Lauffener Wein als „Katzenbeißer“ bezeichnet. Im Laufe der Zeit manifestierte sich die Bezeichnung „Lauffener Katzenbeißer“ und steht als Synonym für die größte und bekannteste Einzellage des Weinbaugebiets Württemberg.